immpresseclub 1. Branchentag

Der Start des neugegründeten immpresseclubs, der ARGE Arbeitsgemeinschaft europäischer Immobilienwirtschaftsjournalisten, begann vielversprechend am Pariser Platz, direkt am Brandenburger Tor. Die Dresdner Bank hatte im Obergeschoß mit bestem Stadtausblick Räume zur Verfügung gestellt. 20 Immobilienjournalisten aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist. Club-Vorstandsmitglied, Robert Ummen,
„Die Welt“/ „WamS“, begrüßte und eröffnete den 1. Branchentag, an dem sich von 9.00 bis 18.00 Uhr sechs verschiedene Firmen präsentierten.

Der immpresseclub will die Begegnungen zwischen der Presse und der Immobilienwirtschaft intensivieren und durch die Branchentage vereinfachen und dabei für alle Beteiligten Zeit und Geld sparen. Ummen freute sich über die äußerst positive Resonanz bei den Immobilienfirmen. Es lagen mehr Anmeldungen vor als der Club annehmen konnte. Club-Master Rolf Ludwig Schön, allen von der Expo Real in München bekannt, moderierte von Gast zu Gast: Blue Capital AG Geschäftsführer Reiner Seelheim, Falk Capital AG Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Thomas Engels, Deutsche Euroshop AG Vorstandsmitglied Claus-Matthias Böge, Fundus Gruppe, Geschäftsführer Anno August Jagdfeld, Immobilien Scout 24, Geschäftsführer Jürgen Böhm, Stiwa Immobilienmanagement & Consulting Chartered Surveyors RICS Deutschland e.V. Carl O. Stinglwagner. In der kommunikationsintensiven Arbeits-Atmosphäre entwickelte sich schnell ein angenehmer und intensiver Kontakt wischen den Journalisten und den jeweiligen Firmenleitungen. Nach den rund 40-minütigen Präsentationen blieb Zeit für Fragen. Auch in den Pausen bot sich Gelegenheit zu Gesprächen. Ein Highlight des Tages war der Vortrag von Staatssekretär Achim Großmann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen „Die Immobilienpolitik nach dem Scheitern des Steuervergünstigungsabbaugesetzes“. Die zukünftigen Bevölkerungsprognosen erfordern als Antwort zum Beispiel auf Wohnungsleerstände nicht nur in den neuen Ländern, sondern auch im Gebiet der alten Bundesrepublik eine geänderte Städtebauförderung. Viele Städte müssen behutsam zurückgebaut werden. Nach Großmanns Ausführungen entwickelte eine lebhafte Diskussion mit den Journalisten und der Staatssekretär blieb trotz drängender Termine wesentlich länger als geplant. Zum Tagesausklang hatte Fundus Chef Anno August Jagdfeld in den im wahrsten Sinne des Wortes exklusiven China-Club, etwas versteckt hinter dem Hotel Adlon gelegen, eingeladen. Rundum für alle Mitglieder des immpresseclubs und der beteiligten Firmen ein gelungener Auftakt, wie Club-Master Schön am Ende des Abends vor allen Gästen im China-Club zufrieden feststellen konnte.

Der Club denkt über neue Konzentrat-Treffen nach. Anregungen sind willkommen. Es laufen Planungen und Kontakte nach Brüssel, (Belastet die EU-Politik die Immobilienfonds?) nach Barcelona (Ferienimmobilien) und Frankfurt. War der erste Branchentag thematisch breit angelegt, kann zukünftig auch jeweils für mehrere Präsentationen ein Motto gewählt werden. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, den Tag mittels eines Gesprächspartners vorzubereiten – soweit es sich um ein entsprechend wichtiges Thema handelt.

Tagung der Immobilienjournalisten in Berlin

Verspätete Flieger und Züge beherrschten die im Schneechaos wörtlich zu nehmende Winterveranstaltung des immpresseclub e. V., der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Immobilienjournalisten, in Berlin. Genervt, aber gut gelaunt trafen Referenten und Kollegen mit mindestens 2 aber durchaus auch 5 Stunden Verspätung zur Veranstaltung ein. Die Information, dass man in Berlin nicht landen könne, ließ die Organisatoren, also das Team von „Der Immobilienbrief“ fatalistisch die Schulter zucken. Zu unserer Überraschung schafften es trotz anfänglich nur einer Handvoll Teilnehmer, Bahn, Lufthansa und Co. zur Kaffeepause die meisten Journalisten im Hilton abzuliefern. Der letzte traf allerdings erst zum Abendessen ein. Nach dem Organisations-Motto, die Zukunft kann man nicht vorhersehen, aber man kann sich darauf vorbereiten, kamen die ersten beiden Referenten aus Berlin. Die harte Tour mit Umstieg von nicht fliegenden Fliegern auf einen verspäteten Zug meisterte im Kampf gegen eine aufziehende Grippe Ulrich Höller, Vorstandsvorsitzender der DIC Asset AG.

Die alljährliche Veranstaltung zur Jahreshauptversammlung des immpresseclub stand diesmal im Zeichen von Kommunikation und Zukunftsperspektiven für die Branche. Demnach prägt vor allem Unsicherheit den Markt. Das ließ auch Dr. Frank Steffel, Mitglied des deutschen Bundestages und dort zuständig für die Immobilienbranche im Finanzausschuss durchklingen. Die Regulierung der Offenen Immobilienfonds, die europäische Finanzkrise sowie die ökologische Zukunft des Wohnens stehen derzeit im Fokus der Regierung, wenn es um die Immobilie geht. Auch wenn die Regulierungsbemühungen für Offene und Geschlossene Immobilienfonds gerade die Opfer der Krise trifft und nicht die Schuldigen, können von ihr positive Wirkungen ausgehen. Wichtig ist, dass Kleinanleger bis 5.000 Euro Rückgabesumme weder von neuen Haltefrist noch von Kündigungsfristen betroffen sind. Ob die Regulierung überhaupt notwendig war oder auf schlechte BVI-Pressearbeit und einige sportliche Managemententscheidungen zurückzuführen war, sei hier nicht diskutiert. Vor dem Hintergrund, dass in rund einem Jahr die Frist für derzeit „geschlossene“ Offene Immobilienfonds ausläuft, ist die neue Kündigungsfrist sinnvoll, da sie die Öffnung der Fonds ermöglichen dürfte. Der immpresseclub-Vorsitzende, Werner Rohmert, machte aber gegenüber Steffel deutlich, dass mit der Regulierung die Krise nun ihre Opfer fresse und fragte, wieso jeder über die OIF diskutiere, während gleichzeitig über die Fonds internationaler Anbieter, die durchaus größere Marktverwerfungen hervorrufen können, nicht gesprochen würde. Ulrich Höller zeichnete positive Perspektiven für die Immobilienaktie, deren Attraktivität durch die Krise der offenen Immobilienfonds und Solvency II erhöht werde. Als Aufgaben der Immo AG’s nannte Höller klarere Kommunikation und Positionierung, denn Immobilienaktien seien ein Vehikel für risikobewusste Investoren, aber kein Sparplan, und Erhöhung der Transparenz. Die Entwicklung der deutschen Immobilien-AG’s brauche aber Zeit. Dann sei eine gelungene Restrukturierung und Konsolidierung ebenso wie der Ausbau des REIT in Sicht. Der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin, Ulrich Kissing, referierte zu den Perspektiven des Immobilienmarktes Berlin und zu Auswirkungen der Krise, die durch Einschränkungen des Bankensektors zu einer ruhigeren konjunkturellen Entwicklung führen dürften.

Ergin Iylikci, Kommunikationschef der Scout24-Gruppe hatte die Bedeutung des mobilen Internet im Visier. Gemäß einer Studie von Morgan Stanley „Internet Trends“ aus April 2010, wird „das mobile Internet in 5 Jahren das Desktop-Internet überholt haben. Apple sei der Wachstumstreiber des mobilen Internet. Das Internet beschränke sich nicht mehr auf Notebooks und PC. Neue Geräte wie Tablet-PC erobern den Markt. Das Internet werde immer und überall verfügbar. Nutzer hätten theoretisch an jedem Ort Zugriff auf alle Informationen des Web. Nutzer erhielten Informationen, die unmittelbar mit ihrem aktuellen Standort verknüpft seien (Location Based Services). Die Kommunikation werde sich weiter beschleunigen. Das bedeute für die Vermarktung von Immobilien, dass der Printmarkt weiter schrumpfen werde. Die Imagewerbe-Funktion, die Print bislang noch habe, werde z.B. durch Videowerbung im Netz weiter verdrängt. Online werde nochmals einen Wachstumsschub erleben. Die Nachfrager würden noch besser informiert sein und höhere Erwartungen haben. Es sei wichtig die Nutzer da abzuholen, wo sie zukünftig sein werden: im mobilen Internet. Mit den Tablet-Computern erobere eine neue Geräteklasse das mobile Internet. In der Hauptversammlung des immpresseclub, die diesmal ohne Gäste stattfand, wurden Themen aus der geänderten Wettbewerbssituation besprochen. Im Vorstand des immpresseclub bleibt alles beim Alten. Vorstand bleibt Werner Rohmert mit den Stellvertretern Frank Peter Unterreiner und Peter Horn. Schatzmeister bleibt Robert Scholl und Kassenprüfer Nikolaus von Raggamby. (AE/WR)

Wozu braucht man einen Immobilien-Presseclub?

 

„Am ersten Messetag treffen sich die führenden Immobilienjournalisten Deutschlands zur ersten Sitzung des immpresseclubs. Wir fragen Initiator Hans-Kaspar von Schönfels: Wozu braucht man einen solchen Club?“

Der Wertpapiersektor beherrscht die öffentliche Wahrnehmung stärker als die im Hintergrund stehenden Sachwerte. Doch in der jüngsten Vergangenheit ist diese Einseitigkeit in Bewegung geraten: Allen voran erobert die Immobilie sich allmählich den ihr gebührenden Rang als Assetklasse. Auch wird ihre volkswirtschaftliche Bedeutung immer mehr erkannt und zum vielschichtigen Thema. Darüber hinaus hat eine zunehmende Professionalisierung die ganze Branche erfasst. Dieser Prozess hat natürlich einen großen Einfluss auf die Medien. Egal, ob fachlich oder populär, man hat alle Herausforderungen angenommen. Um jedoch mit den aktuellen Veränderungsprozessen und den damit steigenden Qualitätsansprüchen seitens der Branche und der Leser Schritt halten zu können, haben sich kürzlich fast alle leitenden deutschen Immobilienjournalisten in ihrem eigenen „immpresseclub“ zusammengeschlossen. Die Chefredakteure der Zeitschriften und Ressortleiter der Tageszeitungen wollen in Kooperation mit den freien Journalisten mittels ihrer „Arbeitsgemeinschaft europäischer Immobilienjournalisten“ die Kommunikation zwischen ihren Medien und der Immobilienwirtschaft optimieren. Mit diesem verbesserten Informationsaustausch will man gemeinsam wachsen und hinsichtlich Qualität und Vitalität auch führen. Immer wieder klagen Redakteure, dass etliche Unternehmen der Immobilienbranche noch nicht den richtigen Informationsweg und -fluss gefunden haben. Die Clubmitglieder wollen diese Prozesse erleichtern und zugleich auch unterden Mitgliedern für mehr Branchenbewusstsein sorgen. „Fordern und fördern“ lautet das Motto der Immobilienjournalisten. Sie wissen, dass in puncto Immobilie thematisch noch grosser Nachholbedarf besteht.