Clubtreffen in Hamburg

Zur Sommerveranstaltung des immpresseclubs am 5. Juni 2008, kamen insgesamt 50 Personen, Immobilienjournalisten, Fördermitglieder, Referenten und Gäste nach Hamburg ins Maritim-Hotel.

Michael Ullmann, Geschäftsführer der Münchener Orlando Real Estate hielt einen Vortrag über das Büroflächenangebot, dass quantitativ für Jahrzehnte ausreichen könnte. Im Vergleich verfügt München über drei bis fünfmal soviel Bürofläche pro Einwohner wie die teuren Weltmetropolen London, New York, Paris oder Moskau. Entsprechend wird dort bei sowieso noch höherer Wertschöpfung ein Vielfaches an Bruttosozialprodukt pro Fläche erwirtschaftet wie in deutschen Städten. Gleichzeitig wird in Deutschland immer noch relativ mehr gebaut als in den internationalen Hauptstädten.

Phillip von Mettenheim, OMG Mettenheim und Gautier, traf mit seinem Vortrag zu Risiken beim Äußerungsrecht den persönlichen Nerv der Journalisten und sorgte für eine lebhafte Diskussion. Die Verbandsvorstellungen bei den Journalisten machten Professor Dr. Monika Dobberstein für die Gesellschaft für immobilienwirtschaftlliche Forschung e.V. (gif) und Dr. Gernot Archner für die BIIS Bundesverband der Immobilien-Investment Sachverständigen e.V. Euroshop AG Vorstand Claus-Matthias Böge sprach zu Erfolgsstrategien im Gegenwind.

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Die anschließende Führung durch die HafenCity, an diesem sonnigen Sommertag zeigte den neuen Hamburger Stadtteil , der auf der ehemaligen Speicherstadt entsteht, von der besten Seite. Dies ist eines der größten städtebaulichen Projekte der Geschichte.

Staunen der Teilnehmer: Diese Stadt schafft einen großen Sprung in die Zukunft. Die HafenCity ist das Paradebeispiel. Endlich wird groß gedacht und nicht klein klein gezankt! Gespannt lauschten alle den Ausführungen von Jürgen Bruns-Berenteig, dem Geschäftsführer der Hafen City Hamburg.

Auf 155 Hektar Wasser und Landfläche entstehen 5.500 Wohnungen für bis zu 12.000 Menschen und über 40.000 Arbeitsplätze. Die Hamburger Innenstadt wird so um 40 Prozent erweitert. Es befinden sich circa 50 Projekte entweder in Planung, im Bau oder sind bereits realisiert. Sogar eine U-Bahnlinie wird unter den verschiedenen Hafenbecken gebaut, um die HafenCity an die Infrastruktur Hamburgs anzugliedern.

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immpresseclub e.V. Mitgliederversammlung

Der immpresseclub e.V., tagte am 06.12.2007 im Berliner Hilton Hotel. Als Referenten waren Fortress-Deutschland Chef Matthias Moser, Professor Karl Georg Loritz zur „Steuerzukunft“ und Portfoliospezialist Michael Bernhardt von der Rechtsanwaltskanzlei Willkie Farr & Gallagher geladen. CorpusSireo Chef Michael Zimmer gab einen Ausblick auf die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise.

Auf der Mitgliederversammlung wurde der Vorsitzende Werner Rohmert, Gründer und Herausgeber von „Der Immobilienbrief“ und seit 20 Jahren Immoblilien- und Fondsspezialist von „Der Platow Brief“ wiedergewählt. Peter Horn, Süddeutsche Zeitung, wurde als Stellvertreter bestätigt. Jens Friedemann, Immobilienressortleiter der FAZ und „elder statesman“ der Szene, reichte zur Verjüngung des Vorstandes sein Mandat an Frank Peter Unterreiner, ebenfalls FAZ und Immobilienbrief STUTTGART. Robert Scholl bleibt Kassenprüfer.

Im Frühjahr wird der Vorstand zu einem Strategiemeeting in kleiner Runde einladen. Peter Horn beabsichtigt, einen süddeutschen immpresseclub-Stammtisch zu organisieren. Termine für die geplanten immpresseclub e.V. Veranstaltungen sind der 5.Juni und der 3.Dezember 08.

immpresseclub e.V. Sommer-Workshop

Alchemie der Derivate – Wann machen Verbriefungen und Derivate aus Schulden Eigenkapital und aus Risiken Chancen

Zum Sommer-Workshop des immpresseclub e.V standen Verbriefung als Finanzierungsinstrument mittelständischer Unternehmen und Derivate auf Immobilien, -papiere und -indices auf der Agenda. Die derzeitige Subprime-Krise ging an den immpresslern nicht vorbei. Das IKB-Desaster löste allseits Kopfschütteln und Unverständnis aus. Wie schafft es eine kleine Mittelstandsbank, Milliarden auf Staatskosten zu verdummen? Was sind eigentlich Verbriefungen? Und wie können mittelständische Unternehmen am Verbriefungsmarkt partizipieren? Was sind Derivate und wie können sie als neues Finanzierungsinstrument genutzt werden? Das waren jene Fragen, die von den Referenten Lars Quandel, Leiter RE Structured Finance HSH Nordbank, Prof. Dr. Jens Kleine, Steinbeis-Hochschule, Hans Peter Trampe, Vorstand Dr. Klein & Co. AG und Prof. Dr. Matthias Thomas, IPD GF, zunächst im deskriptiven Teil beantwortet werden mussten. Der noch relativ junge Immobilienderivate-Markt wurde auf der Veranstaltung von den Immobilien-Fachjournalisten, deren deutsche Community zu einem großen Teil auf der Veranstaltung anwesend war bzw. Mitglieder des immpresseclub sind, dennoch eher skeptisch gesehen. Das könnte allerdings auch an der Komplexität und Intransparenz der Materie liegen, die nicht in kurzer Zeit darzustellen ist. Zwar ist es für Externe schwierig, die Preisfindung nachzuvollziehen, jedoch bieten Derivate die Chance, am Immobilienmarkt zu partizipieren ohne Immobilien zu erwerben. Durch die Bindung von Derivaten an Indices, Aktienkurse oder Portfolio-Wertentwicklungen lassen sich alle Bewegungen des Marktes mitmachen. Gleichzeitig bieten Derivate die Möglichkeit einer Risikoabsicherung eines vorhandenen Portfolios gegen fallende Immobilienpreise. Ob der Portfoliobesitzer Derivate nutzen wird, sich gegen kurze Durchhänger bei gleichzeitigem Glauben an einen langfristig positiven Markt abzusichern, ist eher zu bezweifeln. Er muss die Immobilien doch einfach nur halten. Es sei denn, es gehe darum, zwischenzeitliche Bewertungsabschläge zu vermeiden wie z.B. bei Reits, dann wäre das natürlich wieder eine schöne Lösung für ein gerade durch die Einführung von Reits neu geschaffenes Problem. Allerdings zitierten einige journalistische böse Zungen: „Egal ob long oder short, das Geld ist fort“. Der Prozess der strukturierten Finanzierung erinnert an den Alchemisten, der aus Metall Gold machen will. So wie der Alchemist aus Metall kein Gold machen kann, so kann der Kreditgeber aus Darlehen in letzter Konse-quenz kein Eigenkapital machen. Irgendjemand muss den Kredit am Ende bezahlen.

Teilnehmerliste: Journalisten-Workshop immpresseclub
am 09.08.2007 im ADLON

Vorstand: Vorsitzender Rohmert, Werner, Herausgeber und Vorstand „Der Immobilienbrief“Stellvertreter: Friedemann, Jens, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Resortleiter Horn, Peter, Ressortleiter Immobilien Süddeutsche Zeitung Schön, Rolf Ludwig, Freier Wirtschaftsjournalist

Redakteure: Bobka, Gabriele, Chefredakteurin Dt. Immobilien-Akademie (DIA) Degener, Arne, „Der Immobilienbrief“ Eberhard, Andre, „Der Immobilienbrief“ Gotzi, Markus, Fachjournalist FTD, Welt, Welt a.S. u.a., Chefredakteur „Der Fonds Brief“ Henkel, Laura, „Immobilienwirtschaft“ Keudell, Stephanie von, freie Journalistin, u.a. fondstelegramm, Fondszeitung, Chefredakteurin „Private Equity Funds Quarterly Analysis“ Raggamby, Nikolaus von, Redakteur Immobilien und Sonderbeilagen FTD Financial Times Deutschland Schönfels, Hans-Kaspar von, freier Wirtschaftsjournalist, Chefredakteur „Elite Report Edition“ Vierbuchen, Ruth Dr., Chefredakteurin „Handelsimmobilien Report“ Wachter, Alexander Dr., Thomas Daily News Wrede, Constanze, Chefredakteurin „Der Immobilienbrief“, „ZfiFP“

Optimismus in der Branche

 

Mit einer repräsentativen Beteiligung deutscher Immobilienjournalisten fand am 7. Dezember 2006 die Jahreshauptversammlung deutscher Immobilienjournalisten statt. Der Blick auf die Teilnehmerliste macht deutlich, dass der immpresseclub in den letzten Jahren durchaus eine ernstzunehmende Vertretung auch der Brancheninteressen geworden ist.

Jens Friedemann, Immobilien-Ressortleiter der FAZ wurde neu in den Vorstand gewählt. Friedemann macht sich für einen klaren inhaltlichen Rahmen des immpresseclubs stark. “Der Immobilienbrief“-Herausgeber Werner Rohmert, u. a. Immobilienspezialist von „Der Platow Brief“, wurde als Vorsitzender ebenso wie Peter Horn, Süddeutsche Zeitung, als Stellvertreter einstimmig bestätigt.

Inzwischen sind die nahezu alle Immobilien-Fachmedien im immpresseclub vertreten (siehe Teilnehmerliste unten). Die künftige Arbeit des Vereins der Immobilienjournalisten sieht u. a. auch vor, regelmäßig die Meinungen der Immobilienjournalisten zu Sachfragen der Branche durch interne Umfrage zu ermitteln und zu veröffentlichen.

Inhaltlich standen auf dieser Tagung „bodenständige“ Sachfragen im Vordergrund: In der deutschen Immobilienwirtschaft bestimmten in den vergangenen Jahren vor allem Wertverluste und unerfüllte Renditeerwartungen bei den Immobilieninvestments die Schlagzeilen. Zum Jahreswechsel 2006/2007 überwiegen nun wieder die optimistischen Töne und Prognosen: Bessere Jahre für die Immobilienbranche und Licht am Ende des Tunnels seien sowohl im Wohn- als auch im Gewerbeimmobilienbereich sichtbar.

Trotzdem hat die Immobilienkrise zu Entwicklungen und Strukturveränderungen in der Branche geführt, die vieles verändert haben. Die breite Themenpalette des zweiten Treffens 2006 des immpresseclubs e.V. – der Vereinigung von Immobilienjournalisten – stand darum ganz im Zeichen dieser Auswirkungen.

Eine dieser Entwicklungen ist ein massiver Einstieg ausländischer Investoren, Opportunity Funds – in deutsche Immobilienunternehmen. Zu den Übernahme- „Opfern“ zählt die GSW Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin, die 2004 mit ihren damals über 65.000 Wohnungen vom Berliner Senat an die Goldman Sachs und die US Investmentgesellschaft Cerberus verkauft wurde. Thomas Rücker, Mitglied der GSW-Geschäftsführung, erläuterte den Journalisten, wie sich die GSW seither vom „Halter eines großen landeseigenen Wohnungsbestands hin zu einem dynamischen Immobilienunternehmen“ gewandelt hat und weiter verändert. Rücker beschrieb wie mit Einsparungs-, Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen einerseits die Renditen des Unternehmens gesteigert werden und wie mit verschiedenen Programmen und „operativen Werthebeln“ andererseits die Wertentwicklung des Wohnungsbestands, dessen aktiver Verkauf schon begonnen hat, positiv beeinflusst werden soll.

Immobilieninvestments – wie z. B. geschlossene Fonds – verkaufen sich mit Bewertungen von vermeintlich „unabhängigen“ Rating-Agenturen mit bekannten Namen leichter. Die Haftung dieser Rating-Agenturen für ihre Immobilienbewertung und Renditeprognosen beschäftigt immer wieder die Gerichte. Über den Stand der Rechtsprechung und die gesetzliche Lage informierte Rechtsanwalt Werner Klumpe, von Klumpe, Schroeder + Partner GbR, einer der bekannten Kanzleien im Kapitalanlage- und Immobilienbereich. Es wurde dabei klar, dass ein Rating von Agenturen wie Scope, Feri, GUB etc. vor Gericht angreifbar ist, wenn ein Fondsinitiator dieses Rating in Auftrag gegeben hat. Je intensiver die Zusammenarbeit mit der Rating-Agentur dann im Vertrieb der Fonds ist, desto größer die Chance des Anlegers, Sachadensansprüche aufgrund „potenzieller Interessenskonflikte der Analysten“ gegenüber der Rating-Agentur durchsetzen zu können. Als Beispiel nannte Werner Klumpe gemeinsam Roadshows von Fondsgesellschaft und Rating-Agentur. Hier sei der Anspruch an die Rating-Agentur von Objektivität, Unabhängigkeit und Neutralität“ in Zweifel zu ziehen.

Zu den Gewerbeimmobilien, die boomen und sich bislang als weniger krisenanfällige Kapitalanlage im Vergleich zu anderen Immo-Investments erwiesen, zählen die Logistikimmobilien. Einer der langjährig erfahrenen und erfolgreichen Entwickler von Logistikimmobilien ist die Garbe Unternehmensgruppe aus Hamburg. Geschäftsführer Sebastian Ott präsentierte die Firmenstrategie bei der Planung, Projektierung und Fertigung von Logistikimmobilien. Diese reichen von Anlagen für den sofortigen Warenumschlag über klassische Logistikzentren mit Lagerkapazitäten bis hin zu automatisierten Logistikzentren. Für die Ertragsentwicklung von Logistikfonds gab sich Ott zuversichtlich. Den angestrebten Renditen um jährlich 8 Prozent käme man in Zukunft wieder näher. Er gab jedoch zu, dass man derzeit mit durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr unter den eigenen Zielen liege.

Bevor immobilienpolitische Themen diskutiert wurden, gab es ein besonderes Highlight der Veranstaltung. Der Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück (auch Sitz des Verlages), Bernd Jostkleigrewe, war einer Einladung des 1. Vorsitzenden des immpresseclub e.V., Werner Rohmert, gefolgt und stellte das Wirtschaftszentrum AUREA vor, dessen Vermarktung ab Anfang 2007 startet. Der Kommunalpolitiker begeisterte die anwesenden Journalisten neben seiner Idee, Wirtschaftsförderung auf vollkommen unkonventionelle Art zu betreiben auch durch die Art des engagierten und motivierenden Vortrags.

Unter dem Namen AUREA wird ein 140 Hektar großes Gewerbegebiet promotet, das einen eigenen Anschluss an die Autobahn A2 hat, 24-Stunden-Betrieb ermöglicht und gemeinsam von den drei Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Oelde und Herzebrock-Clarholz getragen wird. Neben den vielen Vorzügen der Lage der wirtschaftsstarken und auch bevölkerungsmäßig prosperierenden Region Ostwestfalen „im Herzen Europas“ wirken besonders die Anstrengungen zur unbürokratischen und kostengünstigen Ansiedlung überzeugend. Nach dem Motto „Bei uns ist Wirtschaftsförderung Chefsache“ sollen interessierte Unternehmen nur einen zentralen Ansprechpartner statt unzähliger verschiedener Ämter haben und innerhalb von sechs Wochen die Baugenehmigung erhalten. – Nach Meinung der meisten Anwesenden ein nachahmenswertes Beispiel von kreativer Wirtschaftsförderung, von dessen Erfolgen man sicher noch einiges hören wird.

Als Abschluß des offiziellen Teils der immpresseclub-Veranstaltung ging MinDir Dr. Peter Runkel, Leiter der Abt. Stadtentwicklung und Wohnen beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf immobilienpolitische Beschlüsse, Vorhaben und den Stand der politischen Diskussionen in seinem Ministerium ein. Dabei stand vor allem die geplante Einführung der deutschen REITs im Interesse. Hier verteidigte der Ministerialbeamte die Auffassung des Ministeriums die Einführung des G-REITs – auch in der vorgesehenen Form ohne Einbeziehung der Wohnimmobilien. Das sei besser „als nichts“ und als Kompromiss ein Schritt hin zur Ermöglichung des REITs für alle Immobilienarten. Wegen fehlender Belastbarkeit der Umfrageergebnisse hat die Politik vorsichtshalber darauf verzichtet, Unternehmen zu fragen, ob es genug Immobilien für den Reit gibt.

Wie bei allen Veranstaltungen des immpresseclubs gute Tradition, berichteten auch diesmal wieder einige Fördermitglieder über Neuigkeiten aus Ihren Unternehmen. Geschäftsführer Morten Hahn von Dr. Lübke Immobilien GmbH blickte stolz auf die Geschäftsentwicklung seit der Übernahme des Unternehmens von der Dresdner-Bank-Gruppe vor vier Jahren zurück. Nach dem Rekordjahr 2005 werde auch das laufende Geschäftsjahr 2006 bei Umsatz und Ertrag mit dem besten Ergebnis seit 1990 abschließen.

Geschäftsführer Reiner Seelheim vom Fondsinitiator Blue Capital GmbH, sprach über die ungünstige Entwicklung des Immobilienmarktes in den USA, wo das Unternehmen bislang schwerpunktmäßig aktiv war. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich das Platzen der „Immobilien-Blase“ vor allem im Wohnhaus-Sektor nicht übermäßig stark auf die Gesamtkonjunktur in den USA und damit auch auf den Gewerbeimmobilienbereich auswirke. Seelheim forderte, dass sich die Anleger auch bei Immobilieninvestments insgesamt an die inzwischen in allen Bereichen des Kapitalmarkts gesunkenen Renditen gewöhnen müssten.

Im Rahmen des Abendessens, das im exklusiven „China-Club“ des Hotel Adlons stattfand, nutzten die Geschäftsführer Michael Zimmer und Dr. Michael Albertz von der Düsseldorfer Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG, die Gelegenheit, deren optimistische Prognose zur Entwicklung der Immobilienmärkte in Deutschland und insbesondere in Berlin darzulegen. Corpus setzt auf eine nachhaltige Belebung der Gewerbeimmobilienmärkte als auch auf Wertsteigerungen von Wohnimmobilien – zumindest in guten und gefragten Lagen. Dementsprechend verstärkt die Immobiliengruppe, zu deren Assets rund 10.000 Wohnungen zählen, nun die Aktivitäten im Bereich gewerblicher und insbesondere von Einzelhandelsimmobilien.

Thomas Döbel / Werner Rohmert

Teilnehmerliste Journalisten-Tagung immpresseclub
am 7.12.2006 im Hotel Adlon, Berlin:

Bobka, Gabriele, Chefredakteurin Deutsche Immobilien-Akademie (DIA); Degener, Arne, „Der Immobilienbrief“; Dentz, Markus, “FINANCE“, F.A.Z.-Institut; Döbel, Thomas, „Elite Report“; Friedemann, Jens, Ressortleiter Immobilien FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung; Gotzi, Markus, Fachjournalist FTD, Welt, Welt a.S. u.a.; Chefredakteur „Der Fonds Brief“; Horn, Peter, Ressortleiter Immobilien „Süddeutsche Zeitung“; Labusch, Dirk, Chefredakteur „Immobilienwirtschaft“; Löffler, German J.S Badische Zeitung; Loipfinger, Stefan, Verleger u. Chefredakteur „fondstelegramm“; Porten, Thomas, Chefredakteur „Immobilien Zeitung“; Raggamby, Nikolaus von, Redakteur Immobilien u. Sonderbeilagen FTD FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND; Rohmert, Werner, Immobilienspezialist „Der Platow Brief“; Herausgeber u. Vorstand „Der Immobilienbrief“; Schönfels, Hans-Kaspar von, freier Wirtschaftsjournalist, „Elite Report“; Warda, Gerd, Chefredakteur, „DieWohnungswirtschaft“; Wachter, Alexander Dr., Thomas Daily News

Freie Journalisten: Escher, Gudrun, Fachjournalistin (u.a. Handelsblatt); Schönfels, Re von, freie Journalistin und Mediengestalterin; Scholl, Robert, M.A., Ministerialdirigent, Fachjournalist; Stimpel, Roland, „Plan Immobilienjournal“; Trusheim, Dirk; Unterreiner, Frank Peter, u.a. Immobilienbeilagen der FAZ; Vierbuchen, Ruth Dr.; Wüst, Birgit; Erdmann, Bettina, Journalistin; Henkel, Regina Journalistin.

immpresseclub Workshop in Berlin

Die deutsche Immobilienwirtschaft wird als Bestandteil der Finanzbranche in immer stärkerem Maße auch von internationalen Investoren beeinflusst. Aus diesem Grund treten auch internationale Standards in der Immobilienbewertung sowie international übliche Finanzierungsinstrumente immer stärker in den Vordergrund. Dies war Anlass für die Mitglieder und Fördermitglieder des immpresseclub e.V., der Arbeitsgemeinschaft europäischer Immobilienwirtschaftsjournalisten, sowie Kolleginnen und Kollegen der Baufachpresse, sich mit den Auswirkungen der internationalen Standards und Gepflogenheiten auf die deutsche Immobilienwirtschaft zu befassen. Zu diesem Zweck trafen sich die Journalisten am 3. August 2006 im Berliner Hotel Adlon Kempinski am Berliner Platz auf einem Weiterbildungsseminar. Bereits im Vorjahr hatten Themen des internationalen Einflusses auf den Immobiliensektor auf dem Programm des immpresseclubs gestanden: Man hatte sich über die „Übernahme deutscher Immobilienbestände durch Opportunity Funds“ sowie die „Einführung von REITs in Deutschland“ informiert.

Diesmal ging es in Berlin um die Immobilienbewertung bei der internationalen Konzernrechnungslegung und die IFRS (International Financial Reporting Standards), die künftig auch in der EU angewendet werden. Hierzu vermittelte der Experte in Sachen Immobilienbewertung, Dipl. Kfm. Dietmar Schröder von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG aus Frankfurt, den Journalisten interessante Kenntnisse und Rüstzeug, um Bilanzen nach den neuen Standards lesen und interpretieren zu können. Ziel der Internationalisierung der Bilanzierung sei die Transparenz in der Kapitalmarktkommunikation der Asset-Klasse Real Estate zu verbessern. Allerdings bleibt auch nach neuen Rechnungslegungsstandards – vor allem in der Umstellungsphase – erheblicher Spielraum für die Bewertung. Dennoch, so Schröder, „schafft die marktorientierte Bilanzierung nach IFRS-Standards durch den Fair-Value-Ansatz bei der Immobilienbewertung eine höhere Transparenz“, die letztendlich dem Markt nutze.

Im zweiten Teil des Workshops erklärte Professor Dipl. Kfm. Volker Hardegen, langjähriger Generalbevollmächtigter der Aareal Bank AG und heutiger Professor für Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Umwelt und Wirtschaft, Nürtingen-Geislingen, in einem sehr anschaulichen Vortrag die Verbriefung (Securitization) als Instrument der Optimierung von Kredit- und Immobilienportfolios. Dieses im angelsächsischen Raum lange übliche Verfahren wird in den letzten Jahren in zunehmendem Umfang auch von deutschen Immobilienfinanzierern genutzt. Volker Hardegen machte deutlich, dass Immobilienbranche und Finanzindustrie mit der Verlagerung der Kreditrisiken von der Bank auf den Markt immer stärker zusammenwachse. Professor Hardegen zeigte anhand eines konkreten Beispiels aus dem Bankenalltag, wie eine Verbriefung in der Praxis abläuft.

Wie bei allen Veranstaltungen des immpresseclubs hatten schließlich die Fördermitglieder die Gelegenheit, die Journalisten über ihre Aktivitäten und News aus ihren Unternehmen zu informieren: Pressesprecherin Bea Steindor vom Essener Immobilien-Investor und –Projektentwickler Kölbl Kruse GmbH, informierte über aktuelle Investionsprojekte ihres Unternehmens für Gewerbeimmobilien in Essen, Duisburg und Köln. Rainer Seelheim, Geschäftsführer der Blue Capital GmbH, Hamburg, berichtete über die Entwicklung einzelner geschlossener Immobilienfonds des Hauses und gab eine Einschätzung der Marktsituation sowie einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Immobilienbranche im Inland und auch auf den für Immobilieninvestments interessanten internationalen Märkten. Nach der Seminarveranstaltung des immpresseclub e.V. fand zum Abschluss des Treffens im Berliner Restaurant TUCHOLSKY ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem auch über künftige Ziele und Arbeit des immpresseclubs diskutiert wurde.

Thomas Döbel

Beim zweiten Treffen des impresseclub e.V. im Jahr 2005 widmeten sich die Mitglieder und Gäste im Kölner Hotel Hilton Cologne am 8. Dezember 2005 dem Thema „REITs (Real Estate Investment Trusts) und deren Einführung in Deutschland“. Vor rund 50 Journalisten der Immobilien-, Wirtschafts- und Bauchfachpresse gab Dr. Thorsten Schilling, Leiter Real Estate Market Research der Feri Rating & Research GmbH zu Beginn einen Überblick über die derzeitige Lage der Volkswirtschaft und der Immobilienmärkte in Deutschland und verglich sie mit anderen Ländern. Prof. Dr. Jens Kleine, Partner der I.C.M.E. GmbH Management Consultants und Professor für Finanzdienstleistungen an der Steinbeis-Hochschule, Berlin, referierte anschließend über das Potential von REITs in Deutschland und die Chancen für die Unternehmen bei deren Einführung.

Der zur Veranstaltung eingeladene MdB Leo Dautzenberg, hatte seine ursprüngliche Zusage kurzfristig zurückgezogen, so dass der Steuerexperte Dr. Hans Volkert Volckens, RA, StB, BEITEN BURKHARDT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die Aufgabe übernahm, über den aktuellen Stand der REITs-Gesetzgebung nach dem Regierungswechsel zu berichten. Fondsmanager Stefan Leibold vom Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, der den Fonds E&G Fonds Immobilienaktien Europa managt, informierte in seinem Referat über Immobilienaktien- deren Bewertungen und Performance.

Die Veranstaltung, die vom 1. Vorsitzenden des immpresseclub e. V., Werner Rohmert, organisiert worden war, wurde mit einer Diskussion abgerundet. Dabei herrschte weitgehende Übereinstimmung darüber, dass die Einführung von REITs die Immobilienmärkte in Deutschland effizienter und interessanter machen wird. Als Anlageinstrument sollten REITs nach Meinung der Beteiligten vorrangig den Profis und gut informierten Investoren dienen.

Nach der anschließenden Jahresmitgliederversammlung des immpresseclub e.V., die den bisherigen Vorstand in gesamter Besetzung wiederwählte, fand zum Abschluß des Treffens im Kölner Restaurant VINTAGE bei einem gemeinsamen Abendessen ein Pressegespräch der CORPUS Immobiliengruppe statt, bei dem CORPUS-Geschäftsführer Michael Zimmer sein Unternehmen und dessen Arbeit den Journalisten präsentierte.

Das zweite Branchentreffen des immpresseclubs

Das Fünf-Sterne Grand Hotel – geplant von Hillmer, Sattler und Albrecht, Berlin – mit 302 Zimmern, einem leistungsfähigen Veranstaltungsbereich und einem der größten Ballsäle Berlins wurde im Januar 2004 auf dem Lenné-Dreieck eröffnet. Es ist Teil des Beisheim-Centers mit Blick auf den Tiergarten und den Potsdamer Platz. Das 16-geschossige Hotel, im Art Déco-Hochhausstil der frühen Moderne in den USA, versucht im Inneren an Karl Friedrich Schinkel anzuknüpfen.

Neben Hillmer, Sattler und Albrecht planten David Chipperfield, London, Prof. Albers, Berlin, und Modersohn & Freiesleben, Berlin, direkt daneben äußerst anspruchsvolle Gebäude – luxuriöse Apartments, mehrere Bürobauten und ein zweites Hotel – das Berlin-Marriott, ebenfalls ein Fünf-Sterne-Haus mit 379 Zimmern. Im Jahr 2006, wenn der Nord-Süd-Fernbahntunnel mit Zugang direkt vor dem Hotel in Betrieb geht, wird das gesamte jetzt schon gut frequentierte Areal weiterhin aufgewertet. Dies verstärkt sich zudem, wenn der benachbarte Leipziger Platz in zwei, drei Jahren fertiggestellt wird.